World premiere of Transitions, Berlin, September 2003

Der Programmhöhepunkt sollte eigentlich die Uraufführung einer Komposition von 2000 namens Transitions von John Palmer für Klavier, Klarinette, Violine und Cello darstellen. Die drei auszumachenden Teile der Komposition grenzten sich voneinander durch die Gewichtung von Linie und Klangfeld ab. Der erste Teil erzeugte Vorstellungen von riesigen Klanggebäuden, wobei die einzelnen Instrumente nicht voneinander unterscheidbar sein sollten. Teilweise unisono oder permutierend ergänzten sich die Instrumente und brachten so ihre besondere Nähe trotz der spieltechnischen Ferne zum Ausdruck. Im zweiten Teil dominierten die Soli, die vom Klavier begonnen wurden, über die Klarinette und Violine zum Cello führten. Diese waren sehr still und von einer jeweils eigenen Dynamik geprägt. Während der Soli setzten die anderen Instrumente aus. Im dritten Teil nun waren Glissandi und Vierteltöne zu hören. Diese wurden durch heftige Wechsel von einem zum anderen Instrument deutlich, wobei hier im Gegensatz zum Anfang genau die Unterschiede der Instrumente deutlich gemacht werden sollten. Nach der halbstündigen Aufführung konnte der Komponist selbst den Beifall entgegennehmen. In typischer Manier und mit dem obligatorischen Schal bedankte er sich bei den Musikern für die gelungene Aufführung. Als geplanter Programmhöhepunkt wurde John Palmers neues Stück erst an vierter Stelle aufgeführt.

Matthias Wozniak, www.revsomol.de